Haarausfall


Es ist normal, dass ältere Menschen weniger Haare haben als jüngere. Zudem ist ein Haarausfall bis zu 100 Haaren am Tag insgesamt oder bis zu insgesamt 200 Haaren an dem Tag, an dem man die Haare wäscht, normal. Es gibt mehrere Möglichkeiten, um den Haarausfall zu stoppen und um eventuell auch das Wachstum von neuen Haaren wieder anzuregen!

Haarausfall bei Männern und Frauen muss nicht sein und kann heutzutage in den meisten Fällen erfolgreich behandelt werden.

Ursachen

Viele Ursachen kommen als Auslöser von Haarausfall in Betracht und werden bei der ersten Untersuchung mit Ihnen besprochen. Anschließend folgt eine Blutuntersuchung und eine Untersuchung der Haarwurzeln mit dem modernen und genauen TrichoScan®-Verfahren.

Die Kopfbehaarung, die Wimpern und die Augenbrauen bestehen bei Geburt aus Terminalhaaren. Am Körper werden in der Pubertät manche Vellus-Haare durch Terminal-Haare ersetzt, so z.B. in den Achselhöhlen und im Genitalbereich. Auch der umgekehrte Weg ist möglich. Beim anlagebedingten (sogenannten hormonellen) Haarausfall erfolgt eine teilweise Rückbildung der Kopfhaare zum feinen Vellus-Haar.

Haarwachstumsphasen:

Das Haar wächst nicht kontinuierlich wie der Fingernagel, sondern jedes einzelne Haar hat eine Wachstumsphase (Anagen-Phase) von 3 – 6 Jahren, die gefolgt ist von einer Ruhephase (Telogen-Phase), die 3 – 4 Monate dauert. Danach fällt das Haar aus und ein neues Haar wächst nach. Deshalb wachsen unsere Haare auch nicht unendlich bis zum Fußboden, sondern nur bis zu einer bestimmten Länge. Bei den seltenen Personen, bei denen die Haare bis zu den Knien wachsen, ist die Wachstumsphase erblich bedingt deutlich länger als 3 – 6 Jahre z.B. 5 – 8 Jahre.

Normalwerte:

  • Anagen-Haare (Wachstumsphase) mindestens 80 %
  • Telogen-Haare (Ruhephase) maximal 20 %
  • Terminal-Haare (normales Kopfhaar) 100 %
  • Vellus-Haare (sehr feines Haar) 0 %
  • Haardichte 140 – 240 Haare/cm²

Beurteilung:

Ist der Anteil der Anagenhaare vermindert und der Anteil der Telogen-Haare erhöht, sind zu viele Haare in der Ruhephase und es resultiert Haarausfall. Dieser Zustand ist typisch für den so genannten hormonell bedingten Haarausfall. Hormonell bedingt heißt in diesem Fall nicht, dass der Hormon-Spiegel erhöht ist, sondern dass die Haarwurzeln vermehrt auf Testosteron, ein männliches Hormon, das in geringen Maß auch bei Frauen vorhanden ist, reagieren. Dabei ist es erblich vorprogrammiert, dass ab einem bestimmten Alter durch das Testosteron an der Haarwurzel die Haare vermehrt ausfallen und auch feiner werden. Typisch ist dabei das Ausdünnen der Haare auf dem Schädeldach und das Zurückweichen der Haare an den sog. Geheimratsecken. Hormonell bedingter Haarausfall kommt sowohl bei Frauen als auch bei Männern vor. Anders als bei Männern führt hormonell bedingter Haarausfall bei Frauen so gut wie nie zu einer Glatze. Da hormonell bedingter Haarausfall erblich bedingt ist, leidet meistens – wenn auch nicht immer – auch der Vater oder die Mutter des Betroffenen unter dieser Art von Haarausfall.

Dauer der Behandlung von Haarausfall:

Die Behandlung sollte ganz regelmäßig durchgeführt werden. Meistens dauert es mindestens 3 – 6 Monate bis der Haarausfall merklich gestoppt ist. Durch die Behandlung wird der Anteil der Haare in der Wachstumsphase wieder erhöht, feine Vellus-Haare können sich wieder umbilden in die kräftigeren Terminal-Haare. Die Behandlung sollte mindestens für 6 – 12 Monate durchgeführt werden. Nach 6 Monaten ist ein Kontroll-TrichoScan® sinnvoll, um zu entscheiden, ob die bisherige Therapie anspricht.