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Operative Dermatologie

Muttermal-Entfernung

Erst mit dem Auflichtmikroskop beurteilen, dann entfernen – pigmentierte Male werden nie gelasert.

Wann ein Muttermal entfernt gehört

Muttermale – medizinisch Nävuszellnävi – hat jeder Mensch, im Durchschnitt zwischen 20 und 40 Stück. Die allermeisten sind und bleiben harmlos. Entfernt werden sollten sie, wenn sie auffällige Veränderungen zeigen, an einer Stelle liegen, die ständig gereizt wird, oder wenn sie sich schlecht selbst beobachten lassen.

Wann Sie uns aufsuchen sollten

Als Anhaltspunkt dient die ABCDE-Regel: Asymmetrie, unregelmäßige Begrenzung, mehrfarbiges Colorit, Durchmesser über fünf Millimeter und Erhabenheit beziehungsweise Entwicklung. Ebenso hellhörig sollten Sie werden, wenn ein Mal juckt, nässt, blutet oder sich anders verhält als alle übrigen. Kommen Sie in diesen Fällen zeitnah – und nicht erst zur nächsten Vorsorge.

Erst beurteilen, dann entfernen

Vor jeder Entfernung untersuchen wir das Mal mit dem Auflichtmikroskop. Diese Beurteilung entscheidet über das weitere Vorgehen. Unklare oder verdächtige Male werden immer vollständig herausgeschnitten und feingeweblich untersucht. Ein pigmentiertes Muttermal wird niemals gelasert oder abgetragen – dabei ginge die Möglichkeit verloren, das Gewebe zu untersuchen, und ein möglicherweise beginnendes Melanom bliebe unentdeckt.

Der Eingriff

Die Entfernung erfolgt ambulant in örtlicher Betäubung und dauert meist nur wenige Minuten. Nach dem Spritzen der Betäubung spüren Sie allenfalls ein Ziehen. Das Mal wird mit einem schmalen Sicherheitsrand spindelförmig ausgeschnitten und die Wunde vernäht. Die Fäden entfernen wir je nach Körperregion nach fünf bis vierzehn Tagen.

Eine Narbe bleibt immer zurück – das lässt sich nicht vermeiden. Wie fein sie ausfällt, hängt von Lage, Hautspannung und individueller Heilung ab; am Rücken und über dem Brustbein fallen Narben erfahrungsgemäß breiter aus. Schützen Sie die frische Narbe für einige Monate konsequent vor Sonne.

Bei medizinischer Indikation übernimmt die Krankenkasse die Kosten. Erfolgt die Entfernung ausschließlich aus kosmetischen Gründen, ist sie eine Selbstzahlerleistung – wir sagen Ihnen das vorab.

Beobachten statt entfernen

Nicht jedes auffällige Mal muss sofort weg. Viele Befunde lassen sich sicher kontrollieren – bei sehr vielen Malen digital dokumentiert, sodass sich Veränderungen im Vergleich zur Voraufnahme zuverlässig erkennen lassen. Wir legen dann gemeinsam einen Kontrollabstand fest, meist sechs bis zwölf Monate. Zwischen den Terminen lohnt der eigene Blick in den Spiegel, für den Rücken mit einem zweiten Spiegel oder mit Hilfe einer zweiten Person.

Operative
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