
Sklerosierung (Verödungsbehandlung)

Wie die Verödung wirkt
Bei der Sklerosierung – umgangssprachlich Verödung – wird ein Wirkstoff in die erkrankte Vene gespritzt, der die Innenwand gezielt reizt. Die Gefäßwände verkleben, das Gefäß wandelt sich in einen bindegewebigen Strang um und wird vom Körper über Wochen bis Monate abgebaut. Der Blutrückstrom übernimmt anschließend das gesunde Venensystem.
Ablauf
Vorausgesetzt wird eine vollständige Duplexsonographie – die Behandlung richtet sich nach der Ursache, nicht nur nach dem sichtbaren Befund. Die Behandlung selbst dauert etwa 15 bis 30 Minuten und ist kaum schmerzhaft; die Nadeln sind sehr fein, eine Betäubung ist nicht erforderlich. Unmittelbar danach wird ein Kompressionsstrumpf angelegt, den Sie je nach Befund über einige Tage bis mehrere Wochen tragen. Anschließend sollten Sie eine halbe Stunde gehen. In der Regel sind mehrere Sitzungen im Abstand von zwei bis vier Wochen nötig, gerade bei ausgedehnten Besenreisern.
Was danach normal ist – und was nicht
- Rötung, Juckreiz, kleine Blutergüsse und tastbare Verhärtungen im Verlauf der behandelten Vene
- bräunliche Verfärbungen entlang der Vene, die sich meist über Monate zurückbilden
- selten: entzündliche Reaktionen, Hautschäden an der Einstichstelle, sehr selten Thrombosen
Bewegen Sie sich nach der Behandlung viel, meiden Sie aber für etwa zwei Wochen Sauna, heiße Bäder, ausgedehnte Sonnenbäder und intensiven Kraftsport. Bei akuter Thrombose, ausgeprägter arterieller Durchblutungsstörung, in der Schwangerschaft und bei Bettlägerigkeit wird nicht verödet. Rein kosmetisch begründete Besenreiserverödungen sind Selbstzahlerleistungen.
Das Ergebnis
Verödete Gefäße bilden sich in der Regel nicht wieder. Die zugrunde liegende Venenschwäche bleibt jedoch bestehen, sodass an anderer Stelle neue Besenreiser entstehen können – Auffrischungen im Abstand von ein bis zwei Jahren sind deshalb üblich. Abschließend beurteilen lässt sich das Ergebnis erst nach etwa drei Monaten, wenn Verfärbungen und Verhärtungen abgeklungen sind.
PhlebologischeLeistungen

Phlebologie
Was an den Beinen sichtbar wird, hat seine Ursache meist im Venensystem. Am Anfang steht immer der Farbduplex-Ultraschall – erst danach lässt sich sinnvoll behandeln.


Laserbehandlung der Venen
Die endoluminale Lasertherapie verschließt undichte Stammvenen ambulant und ohne Vollnarkose. Von außen behandeln wir feinste Besenreiser, für die eine Nadel zu dick ist.


Duplexsonographie
Der farbkodierte Ultraschall zeigt nicht nur, wie eine Vene aussieht, sondern auch ob sie ihre Funktion erfüllt. Er steht am Anfang jeder Venenbehandlung.

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