
Hauttumorchirurgie

Die wichtigste Behandlung bei Hauttumoren
Die chirurgische Entfernung (Exzision) ist die wichtigste und effektivste Behandlungsmethode für die meisten gutartigen und bösartigen Hauttumoren. Das primäre Ziel der Operation ist es, das betroffene Gewebe vollständig zu entfernen, um eine Heilung zu erzielen und Rezidive zu verhindern.
Worum es geht
- Basalzellkarzinom: die häufigste Form des weißen Hautkrebses. Es wächst örtlich zerstörend, bildet aber praktisch nie Absiedelungen.
- Plattenepithelkarzinom (Spinaliom): entsteht aus aktinischen Keratosen und kann in fortgeschrittenem Stadium streuen.
- Malignes Melanom: der schwarze Hautkrebs, der früh Absiedelungen bilden kann – hier zählt jeder Monat.
- Vorstufen wie aktinische Keratosen und Morbus Bowen.
Operationsverfahren
Welches Verfahren infrage kommt, hängt von Art, Größe und Lage des Tumors ab.
Standard-Exzision
Der Tumor wird mit einem Skalpell unter örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie) spindelförmig herausgeschnitten. Ein Sicherheitsabstand zum gesunden Gewebe sorgt dafür, dass keine Tumorzellen zurückbleiben.
Mohs-Chirurgie (mikrographisch kontrollierte Chirurgie)
Dieses hochpräzise Verfahren wird vor allem im Gesicht (Nase, Augenlider) angewendet. Der Tumor wird schrittweise entfernt und feingeweblich (histologisch) untersucht. Es wird so lange nachgeschnitten, bis die Ränder absolut tumorfrei sind. Das schont so viel gesundes Gewebe wie möglich.
Shave-Exzision / Kürettage
Oberflächliche Gewebestücke werden flach abgetragen oder mit einem scharfen Löffel ausgeschabt, oft bei gutartigen Veränderungen.
Rekonstruktion und Ästhetik
Nach der Tumorentfernung muss der entstandene Defekt verschlossen werden. Kleinere Wunden werden direkt vernäht. Bei größeren Defekten – insbesondere im Gesicht – kommen plastisch-rekonstruktive Verfahren zum Einsatz:
- Lappenplastiken: Haut aus der direkten Umgebung wird verschoben oder gedreht, um die Wunde zu schließen.
- Hauttransplantate: Es wird Voll- oder Spalthaut von einer anderen Körperstelle (z. B. vor dem Ohr oder vom Oberschenkel) übertragen.
Der Eingriff findet je nach Größe und Lage meist ambulant unter lokaler Betäubung statt.
Nachsorge
Das histologische Ergebnis besprechen wir persönlich mit Ihnen und legen gemeinsam das weitere Vorgehen fest. Wer einmal Hautkrebs hatte, trägt ein deutlich erhöhtes Risiko, erneut zu erkranken – deshalb gehört zu jeder Tumorentfernung ein festes Nachsorgeschema mit regelmäßigen Ganzkörperuntersuchungen. Dazu kommen konsequenter UV-Schutz und die Selbstuntersuchung der Haut, zu der wir Sie gern anleiten.
Lymphknoten-Sonographie
Eine Lymphknotensonographie ist eine schmerzfreie Ultraschalluntersuchung zur Beurteilung von Lymphknoten, bei der Größe, Form, Begrenzung und innere Struktur geprüft werden. Sie hilft festzustellen, ob eine Schwellung gutartig (durch eine Entzündung) oder bösartig (durch Krebs oder Metastasen) ist.
OperativeDermatologie

Muttermal-Entfernung
Auffällige Male beurteilen wir mit dem Auflichtmikroskop. Unklare Befunde werden vollständig herausgeschnitten und untersucht – pigmentierte Male werden niemals gelasert.


Entfernung von Hautveränderungen
Ob störend, kosmetisch belastend oder verdächtig – wir beurteilen jede Veränderung dermatoskopisch und wählen danach das Verfahren. Im Zweifel wird vollständig herausgeschnitten und untersucht.


Ohrläppchenkorrektur
Ein durchgerissenes Ohrläppchen wächst nicht von selbst zusammen. Die Korrektur erfolgt ambulant in örtlicher Betäubung, neu stechen ist nach etwa drei Monaten wieder möglich.

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Unsere Fachärztinnen und Fachärzte beraten Sie gerne rund um Ihre Hautgesundheit und -schönheit: medizinisch fundiert, persönlich und auf Ihre Haut abgestimmt.
